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Elektrosmog durch Leuchtmittel

Da die Frage in den letzten Monaten sehr oft aufkam und durch einige sehr seltsame Presseberichte verzerrt dargestellt worden ist, erscheint es mir Notwendig, hier einige Aussagen zu treffen.

Die klassische Glühbirnen sind meines Erachtens sinnvoll von der EU verboten worden, weil der Wirkungsgrad einfach schlecht ist. Die davon ausgehenden  „Elektrosmog“-Auswirkungen etc. waren gering und altbekannt.

Die verbesserten Formen wie Halogenbirnen für 230 V erfüllen die Vorgaben der EU, sind aber vom Wirkungsgrad ebenfalls eher schlecht, dennoch: dies ist für viele Anwendungsfälle die sinnvolle Alternative!

Leuchtstofflampen (leider oft noch als „Neon-Röhren“ bezeichnet) werden seit vielen Jahrzehnten eingesetzt und sind für viele Bereiche sehr sinnvoll und eine einfach bewährte Technik. Der Elektrosmog ist mittel, da die elektronischen Vorschaltgeräte durch EU-Vorgaben erheblich verbessert worden sind und aufgrund der Bauformen meist weit Weg vom Nutzer angebracht sind. Bei Messungen immer beachten, dass solche Leuchtstofflampen erst nach etwa 15 bis 35 Minuten die volle Lichtleistung abgeben! Leuchtstofflampen wurden schon lange gesondert gesammelt und entsorgt...insofern ist das Argument Quecksilber, zu dem gleich mehr kommt, wenig zutreffend. Die Sonderformen Quecksilberhochdrucklampen etc. sind in Haushalten sehr selten, in der Industrie und z.B. Straßenbeleuchtung noch weit verbreitet. Die Wirkungsgrade z.B. von LED-Beleuchtungslösungen sind jetzt im Bereich dieser Speziallampen angekommen – es kommt auf den Anwendungsfall drauf an.

Kompaktleuchtstofflampen, werbetechnisch auch Energiesparlampen genannt, sind leider vom Licht nicht immer das, was man sich wünscht. Ich würde die wegen der meistens fehlenden Dimmbarkeit, dem seltsamen Startvorgang und der Lichtfarben diese nur an wenigen Stellen einsetzen – klar gibt es gegen viele Effekte auch gute Lösungen, technisch und preislich halte ich dann aber LED für sinnvoller. Das ist nur eine Meinung! Nebenbei: Kompaktleuchtstofflampen sind kälteempfindlich und nach einem Lampenleben durch den Inhalt von ca. 1mg Quecksilber gesondert zu entsorgen. Wo ich gerade bei „mg Quecksilber“ bin: ein Kohlekraftwerk emittiert pro Stunde so viel Quecksilber (Hg), wie mehr als 8000 Energiesparlampen enthalten ist. Deshalb ist der theoretische Ansatz „jede vermiedene kWh ist weniger Quecksilber in der Umwelt“ in Deutschland richtig – in Frankreich, wo sehr viel Strom durch Atomkraft erzeugt wird, hingegen nicht zutreffend.

Ihre gedankliche Frage wird aber vor allem sein „macht die Elektronik in Kompaktleuchtstofflampen und in LED-Lösungen nicht sehr viel Elektrosmog“?
Nein – es ist nicht viel, aber gerade in den „Schreibtisch- und Nachttischlösungen“ oft unschön viel. Leider messen viele Messgeräte völligen Blödsinn, weil man beim Entwickeln z.B. von Elektrosmogsuchgeräten diese auf 50 Hz eingerichtet hat, was dann bei den von Kompaktleuchtstofflampen eingesetzten ca. 60 kHz bis 100 kHz völlig andere Werte in der Anzeige erzeugt. Große Leuchtstofflampenlösungen haben schon aufgrund der geometischen Abmessungen elektrische Felder, die man nicht gerade 24 Stunden am Tag auf sich einwirken lassen sollte – aber selbst Solarien, wo Sie sehr nah an diesen Leuchtmittel liegen, werden als harmlos bewertet.

LED-Birnen erscheinen bei solchen Messungen meistens als gut, was derzeit am prinzipbedingten Gleichstrom und den Mini-Netzteilen mit eher geringen Leistungen liegt. Da hier die technische Entwicklung noch nicht abgeschlossen ist, bin ich vorsichtig mit „endgültigen“ Aussagen. Ich habe aber noch keine LED-Lampe mit starken HF-Feldern erlebt!

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